Karate – effektive Selbstverteidigung?

Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf! (Lao Tse)
Selbstverteidigungssituationen, egal wie man in diese hineingeraten ist, sind immer Extremsituationen. Selbstverteidigungsanbieter, die behaupten, dass man sich bereits nach wenigen Wochen effektiv gegen Angreifer verteidigen kann, sind unserer Meinung nach nicht seriös. Im Gegenteil: Es ist sogar gefährlich, sich auf Basis der soeben angeeigneten rudimentären Kenntnisse einer körperlichen Auseinandersetzung gewachsen zu fühlen.

Zur Selbstverteidigung in unserem Sinne gehört grundsätzlich dazu, Gefahrensituationen bereits im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden.

Selbstverteidigung erlernen
Selbstverständlich können Karateka sich selbst verteidigen. Karateka verfügen bereits nach 1-2 Jahren Training über vielfältige Techniken und über das Wissen ihrer Anwendung und Wirkung. Im NKSU ist es überdies üblich, diese auch in Stresssituationen anzuwenden. Hierbei wird geschult, auch aus einer fast „ausweglosen“ Situation der Bedrängnis zu entweichen.
Wir wollen Ihnen jedoch nicht suggerieren, dass Sie sich bereits nach Absolvieren der Einsteigerkurse selbst verteidigen können, wenn Sie dies vorher noch nicht konnten.

„Über den Tellerrand schauen“
Auch wir schauen regelmäßig über den Tellerrand, informieren uns über Ansätze bei anderen Kampfsportarten, übernehmen effektive Techniken und vermitteln diese spezifisch im SV-Training. Sehr empfehlenswert ist hier das RYU SHUKAI, welches unser Partnerverein TSC Eintracht Dortmund einmal jährlich ausrichtet.

Die Vorteile des Karate als Selbstverteidigung
Karate schult gleichermaßen Körper und Geist. Durch ständiges Wiederholen von Techniken und Angriffsszenarien werden diese Techniken automatisiert abrufbar, auch im Falle einer realen Selbstverteidigung. Neben der wesentlich verbesserten körperlichen Konstitution stärkt Karate insbesondere die mentale Stärke, das Selbstbewusstsein und das eigene Körperverständnis.
Ein trainierter Karateka nimmt keine Opferhaltung ein und nimmt dadurch einem potentiellen Angreifer häufig bereits die Lust, einen Angriff zu starten.

Allgemeine Meinung
Es gibt in einer realen Selbstverteidigungssituation nichts „Leichtes“. Hier heißt es: Maximale Kraft gegen den Aggressor einsetzen sowie ohne Rücksicht zupacken und ohne zu zögern reagieren. Bei Unsicherheit oder gar Zögern kann sich auch kein DAN-Träger effektiv verteidigen.

ABER: Erkennen von Situationen -> Aus dem Weg gehen! Falls es doch zu einer Situation kommt: Beine in die Hand und weg da! Weggehen ist die sicherste Alternative! Falls es GAR NICHT anders geht: Drauf!